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Der Graue Kranich (Grus grus)

Mit einem Gewicht von etwa 5 000 bis 6 000 g ist das

Kranichmännchen etwas schwerer als das Weibchen,  das

etwa 4 500 g bis- 5 800 g auf die Waage bringt. Mit einem

Spektiv oder Fernglas können Sie aus dem  "Kranich-Utkiek"

in Hohendorf, sehr schön den roten Punkt am nackten

Hinterkopf des Kranichs erkennen. 

Die rötliche Färbung bildet sich erst im dritten Lebensjahr aus. Nach knapp vier Monaten haben die Eltern ihren Küken beigebracht wo entlang der Weg in den warmen Süden führt. Doch bis dahin müssen die Kinder noch ordentlich wachsen.  Schlappe 120 g wiegt ein Kranichküken - zur Erinnerung, die Eltern wiegen etwa 5 000g. Kraniche legen meistens zwei Eier aber oft wird nur ein Küken erfolgreich großgezogen. Nach etwa 30 Tagen erblickt ein Kranichküken die ersten Sonnenstrahlen, wenn es die schützenede Kalkschale verlässt. Die Eltern nehmen in dieser Zeit gern herzhafte Kost wie Frösche oder Mäuse zu sich. Nach ungefähr 3 bis 6 Jahren können die Jungen eine eigene Familie gründen. Bitte versuchen Sie nicht Kraniche am Nest zu fotografieren - das geht schief! Der Graue Kranich ist übrigens nicht immer grau.  Lange trägt der halbstarke Kranich noch seine bräunliches Federkleid, ehe sich das schlichte grau und die schwarze Zeichnung am Hals durchsetzen. Während der Herbstrast kann man bei den Eltern manchmal noch die Reste eines  Tarnkleides aus den Brutmonaten April bis Mai erkennen - ein Gemisch aus Schlamm und eisenhaltigem Wasser. Auf die Federn aufgetragen, wirkt es wie eine Tarnkappe und lässt die Kraniche in den Brutgebieten "unsichtbar" werden. Das Höchstalter des Kranichs läßt sich in der Natur schwer ermitteln. In Gefangenschaft wurde der älteste Kranich 30 Jahren alt. Der Graue Kranich gehört mit einer Flügelspanne von 1,90 m bis 2,40 m  zu den größten europäischen Zugvögeln. Die beeindruckenden Flügel ermöglichen ihm Flughöhen bis zu 4 000 m und eine Reisegeschwindigkeit von etwa 45 bis 60 km/h. Wenn Windrichtung -und stärke stimmen und genügend Energiereserven angelegt werden konnten, legt der Kranich ohne Unterbrechung bis zu 2 000 Kilometer Wegstrecke zurück. Während der Rast schlafen Kraniche im Wasser stehend. Das Kraniche einen wunderbar buschigen Schwanz haben, ist übrigens ein Irrtum. Es handelt sich um die Federn der langen Schwingen. Auch ist nicht jeder große graue Vogel ein Kranich. Der ähnliche Graureiher ist besonders im Flug durch seinen "eingeknickten" Hals gut vom Kranich zu unterscheiden.
Kranich - Foto: Jan Bleil

Foto: Copyright Jan Bleil©

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